„Mayas Tagebuch“ von Isabel Allende

Wenn man sich die aktuellen Autorenfotos von Isabel Allende („Das Geisterhaus“) anschaut, kann man einfach nicht glauben, dass die Frau in diesem Jahr 70. Geburtstag feiert. Okay, das mag keine Magie, sondern Foto-Trickserei sein. Wenn man dann aber ihren neuen Schmöker „Mayas Tagebuch“ liest, in dem sie spielend leicht die Perspektive einer 19-Jährigen einnimmt, kommt einem schon der Verdacht: Isabell Allende altert nicht. Genau wie ihre Bücher, in denen man wie in zeitlosen Kunstwerken schwelgen kann. Epochal, gefühlsgewaltig, üppig, detailreich. Bücher, die man mit einem Glas dunklen Merlot trinken muss. Am besten natürlich stilecht aus Allendes Heimat Chile.

In „Mayas Tagebuch“ kreiert die Autorin mal wieder ein generationsübergreifendes Familienportrait, indem selbst die kleinste Nebenfigur bis in die Fingerspitze lebendig gezeichnet ist. Im Mittelpunkt steht das Punkgirl Maya, die aus den durchzivilisierten USA in die abgeschiedene Welt ihrer chilenischen Insel-Vorfahren reist. Ihre Großmutter hat sie geschickt und ihr ein Tagebuch in die Hand gedrückt, in das Maya von nun an ihre Geschichte niederschreibt. Die junge Frau ist auf der Flucht. Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters ist ihre heile Familienwelt ins Wanken geraten. Maya fällt tief: Drogen, Gewalt, Kriminalität. Sie gerät in Lebensgefahr und ist nirgendwo mehr sicher – auch nicht in dem chilenischen Dorf, wo sie sich letztendlich ihrer Vergangenheit stellen muss.

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